Arbeitgeberzuwendung (Beitrag)

Arbeitgeberzuwendung (Beitrag) zur betrieblichen Altersvorsorge

Haben Sie einen Arbeitnehmer zur betrieblichen Altersvorsorge bei der PKS angemeldet, sind Sie zur Entrichtung einer sogenannten Arbeitgeberzuwendung für Ihren Arbeitnehmer verpflichtet, solange das Beschäftigungsverhältnis fortbesteht und ein Entgeltzahlungsanspruch gegen den Arbeitgeber besteht. 

Betriebliche Altersversorgung für Mitarbeiter über 60/62 Jahre

Für neue Versicherungsverhältnisse seit dem 01.01.2022 und für Versicherte, die in ihrem alten Tarif die Altersgrenze erreichen, hat die Pensionskasse einen neuen Tarif 2022 eingeführt, der eine Altersgrenze für Versicherte wie die aktuelle Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung vorsieht (Tarif 2002: Vollendung des 60./62. Lebensjahres; Tarif 2013: Vollendung des 62. Lebensjahres). Mit der Einführung des neuen Tarifs erhalten Arbeitgeber nun die Möglichkeit, auch nach der Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres ihrer Angestellten die betriebliche Altersversorgung gemäß den Vorgaben des Tarifvertrags durchzuführen. Die Durchführung ist denkbar einfach:

  • Befindet sich die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter bei Vollendung des 60./62. Lebensjahres in einem laufenden Versicherungsverhältnis (es werden aktuell Beiträge gezahlt), ist von Arbeitgeberseite nichts zu veranlassen und für Beiträge nach Erreichen dieser Altersgrenze wird automatisch ein neues Versicherungsverhältnis im Tarif 2022 begründet. Hierüber werden alle Beteiligten von der Pensionskasse informiert. Das alte Versicherungsverhältnis endet mit Erreichen der Altersgrenze im jeweiligen Tarif, sodass keine zusätzliche Belastung der Arbeitgeber entsteht.
  • Werden Mitarbeiter, die bereits die Altersgrenze im alten Tarif erreicht haben, nach dem 01.01.2022 neu eingestellt, werden diese vom Arbeitgeber wie gewohnt unkompliziert über unser bisheriges Anmeldeformular angemeldet, ohne dass dem Arbeitgeber hierdurch ein Mehraufwand entsteht.

Grundsätzliche Höhe der Arbeitgeberzuwendung

Die Höhe der Arbeitgeberzuwendung zur PKS wird unabhängig von der Höhe des an den Arbeitnehmer gezahlten Arbeitslohns bestimmt. 

Das Mitglied zahlt nach Maßgabe des Bundestarifvertrags für das Schornsteinfegerhandwerk (BTV) für die betriebliche Altersversorgung des  in Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmers eine jährliche Zuwendung in Höhe von 2 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die einzelnen monatlichen Zuwendungen sind jeweils zum 15. eines Monats zu zahlen. Die Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung bei der PKS (Summe von Arbeitgeberzuwendung und Entgeltumwandlung) können jährlich bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung betragen.

Bei einer Beschäftigungsdauer von weniger als einem Jahr wird für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses (nicht eines Kalendarmonats) im Kalenderjahr 1/12 der jährlichen Zuwendung gezahlt. Ein voller Beschäftigungsmonat liegt somit beispielsweise für einen Zeitraum vom 10. April bis zum 11. Mai vor.

Die Beitragshöhe für Auszubildende, die von ihrem Arbeitgeber zur betrieblichen Altersvorsorge angemeldet werden, beträgt seit dem 01.01.2022 mindestens 0,45 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (in 2022: 31,73 € pro Monat). 

Beitragshöhe im Jahr 2023

Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung
Beitrag 2023 monatlich jährlich

1 % der BBG

73,00 € 876,00 €

2 % der BBG

146,00 € 1.752,00 €
3 % der BBG 219,00 € 2.628,00 €
4 % der BBG 292,00 € 3.504,00 €
5 % der BBG 365,00 € 4.380,00 €
6 % der BBG 438,00 € 5.256,00 €
7 % der BBG 511,00 € 6.132,00 €
8 % der BBG 584,00 € 7.008,00 €